Die digitale Bildungsrevolution

Der radikale Wandel des Lernens und wie wir ihn gestalten können

von Jörg Dräger und Ralph Müller-Eisel

Schüler erhält täglich einen auf ihn zugeschnittenen Lernplan, den ein New Yorker Rechenzentrum über Nacht erstellt. Eine Universität arbeitet mit Software, die für jeden Studenten die optimalen Fächer ermittelt, inklusive der voraussichtlichen Abschlussnoten.

Ein Konzern lässt seine Bewerber in einem virtuellen Restaurant Sushi servieren, da das Computerspiel ihren Berufserfolg vorhersagt. Die Bildungsexperten Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt wissen: Das ist die digitale Zukunft des Lernens. In ihrem neuen Buch zeigen sie, wie die vernetzte Welt nicht nur unser Bildungssystem, sondern auch unsere Gesellschaft grundlegend verändern wird, wie bisherige Bildungsverlierer neue Chancen bekommen und alte Eliten in Bedrängnis geraten. Und sie warnen: Digitale Bildung erfasst Unmengen von Daten; es droht der gläserne Lerner, der im Netz unauslöschliche Spuren

hinterlässt und zum Opfer von Algorithmen und Wahrscheinlichkeiten wird.
Der Appell der beiden Autoren: Um die großen Chancen zu nutzen, den Risiken zu begegnen und international nicht den Anschluss zu verlieren, muss Deutschland die digitale Bildungsrevolution jetzt aktiv gestalten. Ein Weckruf, der unsere Gesellschaft zum Handeln auffordert.

 

Zitaten vom Buch:

»Der einzige Weg zur totalen Datensicherheit wäre, überhaupt keine Daten zu speichern und zu nutzen. Das ist einfach keine Option.«

Kathleen Styles, Chief Privacy Officer des amerikanischen Bildungsministeriums

»So etwas Ähnliches wie die Prüfsiegel für Bilanzen brauchen wir auch für Algorithmen.«

Christoph Kucklick, Publizist und Chefredakteur des Magazins Geo

»Die Zukunft des Lernens liegt nicht in neuen Technologien. Sie entspringt der Macht der menschlichen Kollaboration.«

Leitsatz der Peer-2-Peer University

»Wissen hat einen einzigartigen ökonomischen Charakter. Man kann es weggeben und dabei doch behalten. Der Wert des Wissens steigt sogar, wenn man es mit anderen teilt.«

Daniel R. Tobin, Management-Coach und Autor

»Stell Dir vor, Dein Diplom erfasst alles, was Du je gelernt hast.«

David Blake, Gründer und Geschäftsführer von Degreed

»Abschlussnoten sind wertlos bei der Personalauswahl. Wir haben festgestellt, dass sie rein gar nichts vorhersagen.«

Laszlo Bock, Google-Personalchef

»Die Zukunft heißt digitales Lernen. Es ist die wichtigste Innovation in der Bildung seit der Erfindung des
Buchdrucks.«

Rafael Reif, Präsident des MIT

 

Und was jetzt zu tun:

  1. Lösung statt Probleme. Pädagogik vor Technik stellen.
  2. In Menschen investieren. Digitale Qualifizierungsoffensive für Pädagogen starten.
  3. Lernen fürs Leben. Schüler digitalkompetent und datensouverän machen.
  4. Bildung braucht Inhalte. Analoges digital aufbereiten und offene Lernmaterialien fördern.
  5. Ordnung in der Masse. Transparenz über Qualität digitaler Angebote schaffen.
  6. Vorfahrt für schnelles WLAN. Verschwendete Investitionen in Gerät vermeiden.
  7. Ermöglichen statt verbieten. Rechtssicherheit für Schulen schaffen.
  8. Bürokratische Hürden abbauen. Unzeitgemässe Regulierung an Schulen überwinden.
  9. Mut zur Innovation. Pädagogische Laboratorien und Gründerkultur fördern
  10. Wissen über Wirkung. Praxisnahe Begleitforschung stärken.

Eine Lektüre, die nachdenklich macht.

Link: Die digitale Bildungsrevolution

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